UN Mission for the Referendum in Western Sahara
-seit 1991
Gruppe: Rezan, Svenja
Marokkanische
Sicherheitskräfte haben ein Zeltlager in der Westsahara geräumt.
Kurze Introduktion
Die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) ist ein
Staat im Exil. Auf ihrem Territorium wurde die Entkolonialisierung nicht
vollzogen, damit gilt der Westsahara-Konflikt als letzter Kolonialkonflikt auf
afrikanischem Boden.
1975
Die
Kolonialmacht Spanien 'verkaufte' 1975 (gegen Zusicherung günstiger
Phosphatlieferungen im ‘Abkommen von Madrid’) ihre Kolonie Westsahara an
Marokko und Mauretanien, die daraufhin das Land ebenfalls völkerrechtswidrig
besetzten. Die Bevölkerung, die Sahraouis, hatten keine Chance, über
sich selbst und ihr Land zu bestimmen, was von der UNO verurteilt wurde. Ein
großer Teil der Sahraouis wurde 1975 von den einrückenden Armeen in die Wüste
getrieben und musste vor den Napalm- und Phosphorbomben der Verfolger hinter
der algerischen Grenze Zuflucht nehmen, wo Flüchtlingslager in der Wüste
entstanden.
1976
Am 27. Februar, dem Tag des Abzugs der Spanier,
riefen die Sahraouis einen eigenen Staat aus, die Demokratische Arabische
Republik Sahara (DARS). Diese wird von der Afrikanischen Union (AU) und weltweit
insgesamt von ca. 50 Staaten anerkannt.
1975 - 1991: Die „Frente POLISARIO“, die
Befreiungsbewegung der Sahraouis, führte gegen diese Landnahme einen
bewaffneten Widerstandskampf und konnte einen Teil des Gebietes zurückgewinnen.
Mauretanien unterlag und zog sich schnell wieder aus dem Krieg zurück. Marokko
übernahm daraufhin auch die von Mauretanien besetzten Gebiete und begann, eine
2800 km lange Mauer zu bauen, um die POLISARIO von den wirtschaftlich
ertragreichen Regionen fernzuhalten. 1991 ließt sich die POLISARIO auf Drängen
und Vermittlung der UNO auf einen Waffenstillstand unter der Maßgabe ein, dass
ein Referendum über den Status der Westsahara von der UNO durchgeführt
wird.
1975 – 1991
Die „Frente POLISARIO“, die Befreiungsbewegung
der Sahraouis, führte gegen diese Landnahme einen bewaffneten Widerstandskampf
und konnte einen Teil des Gebietes zurückgewinnen. Mauretanien unterlag und zog
sich schnell wieder aus dem Krieg zurück. Marokko übernahm daraufhin auch die
von Mauretanien besetzten Gebiete und begann, eine 2800 km lange Mauer zu
bauen, um die POLISARIO von den wirtschaftlich ertragreichen Regionen
fernzuhalten. 1991 ließt sich die POLISARIO auf Drängen und Vermittlung der UNO
auf einen Waffenstillstand unter der Maßgabe ein, dass ein Referendum über den
Status der Westsahara von der UNO durchgeführt wird.
10. Mai 1973
Die Frente Polisario wurde gegründet, um die Westsahara von
der Kolonialmacht Spanien zu befreien. Als sich Spanien dann 1975 zurückzog,
marschierten die Soldaten der Nachbarländer Marokko und Mauretanien in das Land
ein und besetzten es. Die Frente Polisario setzte den Kampf gegen die neue
Bedrohung fort und gründete sogleich in der Nähe der algerischen Stadt Tindouf
die Flüchtlingslager der aus ihrer Heimat vertriebenen Saharouis. Die Polisario
ist von der UNO als Verhandlungspartner und rechtmäßige Vertretung des sahraouischen
Volkes anerkannt und hat diplomatische Vertretungen in vielen Staaten.
27. Februar 1976
Die Frente Polisario rief die Demokratische Republik Sahara
aus.
1991
Die Frente Polisario unterschrieb unter Vermittlung des UN- Generalsekretär Javier Perez de Cuellar den UNO- Friedensplan für die Westsahara. Seitdem ist ein fragiler Waffenstillstand mit Marokko in Kraft getreten.
Soziale Situation
Die Sahraouis, die im Exil leben haben sich einen eigenen Staatsapparat mit sozialer Infrastruktur, trotz der unwirtlichen Umgebung inmitten der Wüste und der damit verbundenen Versorgungsschwierigkeiten, aufgebaut. Er entstand in Form von vier Flüchtlingslagern auf einem Gebiet, das Algerien ihnen zur Verfügung gestellt hat.
Situation der Jugendlichen
Die junge Generation ist angesichts der Lage und der totalen
Abhängigkeit von außen überaus frustriert. Viele , daher
bemüht sich die sahraouische Jugendgeneration (UJSARIO) mit Hilfe ausländischer
Unterstützung Jugendzentren aufzubauen, um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung
zu schaffen. Die mangelnde Schulbildung könnte mittels verschiedener
Kursangebote ergänzt werden.
Aktuelle Infos zum Stand
In den vergangenen Wochen (November, 2010) hat sich die Lage in der Westsahara erneut zugespitzt. Die Stürmung eines Protestlagers nahe der Hauptstadt El-Aiun durch die marokkanische Polizei forderte vergangenen Montag mehrere Menschenleben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Etwa 20.000 Saharauis hatten sich bereits seit einigen Wochen in einem Zeltlager – bezeichnet als das „Camp der Würde“ – vor den Toren der Stadt versammelt, um für mehr soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Ein Friedensabkommen liegt daher noch in weiter Ferne.
Eigene Meinung zum Konflikt
Unserer Meinung nach ist der Konflikt einer der erschütternsten weltweit. In unserem Fall ist eine Friedenssicherung bis jetzt noch nicht eigetreten und liegt auch noch nicht sonderlich nahe. Marokko ist nicht bereit einen Friedensvertrag zu was uns persönlich als unverantwortlich erscheint. Da die UNO seit 1991 den Waffenstillstand gesichert hat, ist der Blauhelmeinsatz erfolgreich ausgefallen. Allerdings leidet das Volk, die Sahraouis, unter der schlechten WIrschaft. Deshalb muss schnell gehandelt werden.
Ihr habt eure Seite schön gestaltet, sie verständlich und übersichtlich gemacht und viele Zusatzinfos gegeben, die auch interessant sein können, wie z.B. die Situation der Jugendlichen. ~Kirsten,Constanze,Gianluca
AntwortenLöschenDieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenHabt ihr gut gemacht ! *thumbs up* :)
AntwortenLöschenTim H. & Max H.
Ich finde es sehr gut,dass ihr eine extra Rubrik "Situation der Jugentlichen" erstellt habt,da ich es sehr wichtig finde auch aus dieser Sichtweise zu berichten.
AntwortenLöschenAußerdem ist eure Seite sehr übersichtlich gestaltet.
Luisa
* Jugendlichen
Löschen* Jugendlichen
AntwortenLöschenDie Seite ist gut gegliedert und informativ
AntwortenLöschenFahed
informative seite , übersichtlich
AntwortenLöschen-denis-
Euer Eintrag ist sehr übersichtlich und gibt interessante Informationen (z.B der Eintrag zu den Jugendlichen). Allerdings finde ich ein Bild ein bisschen wenig. Aber sonst gut!!
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